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23.03.17

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Maria Magdalena Fulkum

 

Die ev.-luth. Kirchengemeinde Fulkum 6 km südwestlich von Esens ist mit rund 200 Gemeindegliedern eine kleine, aber eigenständige Gemeinde.
Im Rahmen der Gebietsreform 1972 wurde Fulkum zum Bestandteil der Gemeinde Holtgast innerhalb der Samtgemeinde Esens.
 

Ein Blick in die Geschichte der Kirche und Gemeinde Fulkum.
 

Bevor im 13. Jahrhundert eine Backsteinkirche errichtet wurde, haben auf der Fulkumer Kirchenwarf bereits drei Holzkirchen gestanden. 

Die erste Kirche aus dem 2. Jahrhundert wurde durch ein Feuer zerstört. Auch der nachfolgende Kirchenbau wurde durch einen Brand vernichtet. Nach einer Erhöhung des Kirchenhügels folgte im 12. Jahrhundert der Bau der dritten Holzkirche. Im 13. Jahrhundert folgte dann der Bau der ersten Steinkirche. Diese altehrwürdige Kirche von Fulkum ruhte auf gewaltigen Granitblöcken. In jedem Giebel waren Rundbogenfenster und an jeder Seite eine Rundbogentür, sowie 3 kleine Spitzbogenfenster. Leider musste die Kirche 1861 wegen Baufälligkeit abgebrochen werden. Die daraufhin neu errichtete und im Jahre 1862 eingeweihte Maria- Magdalena-Kirche ist eine einschiffige Saalkirche mit halbrunder Absis.

In einem Abstand von etwa 8m befindet sich westlich der Kirche ein aus Backstein gemauerter Glockenturm. Er ist etwa 500 Jahre alt, also aus dem 15. Jahrhundert. Der Glockenturm wurde vermutlich wegen des schon damals erkannten schlechten Baugrundes auf der künstlich aufgetragenen Warf getrennt von der Kirche erbaut. An der heutigen Schräglage des Turmes kann man ersehen, dass die Bauleute seinerzeit richtig gehandelt haben. 

Der Glockenturm wurde 1997 umfassend saniert. Dabei wurde eine vom Mauerwerk unabhängige Glockenaufhängung installiert, so dass sich die Schwingungen beim Geläut nicht mehr auf den Turm übertragen. Bis dahin lagerten die Balken, welche die Glocke trugen, auf den Mauern des Turmes.

Die Fulkumer Glocke hat zwei Vorgängerinnen gehabt. Im Jahre 1475 wurde in Bremen oder von wandernden Glockengießern direkt bei der Kirche für Fulkum eine Glocke gegossen, die später aber in die Kirche zu Buttforde gebracht wurde. Auf der Glocke soll neben der Inschrift:

Maria bin ick geheten. de von Folkum leten mi gethen
Got ghewe siner Seele Rad. Berend Klinghe van Bremen de mi ghaten hat,
anno dni M.CCCC.LXXV

auch das Bild der Maria Magdalena zu sehen gewesen sein. Der Erbauer Berend Klinghe gehörte zu einer berühmten Glockengießerfamilie des 15. Jahrhunderts, von der u. a. auch die Bronzetaufe in Esens gegossen wurde.

Etwa hundert Jahre später ließ die Gemeinde eine weitere Glocke gießen, die von Balthasar Arend so beschrieben wird:

Auf der Glocken, die nun gar klein und 1574 gegossen worden, stehet: "Verbum Domini mant in eternum" (Das Wort des Herrn bleibt in Ewigkeit). Die heutige Glocke wurde 1834 von der Glockengießerwerkstatt M. und C. Fremy gegossen. Diese Glockenölgießerfamilie, Hugenotten aus Lothringen, kam im 17. Jahrhundert in die Niederlande und auch in unseren Raum. Sie lebte im 18. und 19. Jahrhundert auf Gut Barghausen bei Burhafe. Der alte Meister, der 1837 gestorben ist, hatte den Vornamen Mameus, der junge Meister hieß Claudy und danach die Firma M. u. C. Fremy. Ob die Glocke in ihrer Werkstatt oder in Fulkum gegossen wurde, ist nicht bekannt. Die Inschrift der Glocke lautet:

WEIT IST MEIN HALL
WEIT IST MEIN SCHALL
DIE STUNDE NAHT
BLEICH SCHEINT DIE SAAT
GROSS IST DIE WAHL,
AUF! SOEHN IM THAL:
SCR P. S. W. DETMERS, PASTOR
A. I. ARENS, KIRCHENVORSTEHER
GEGOSSEN DURCH M. FREMY UND C. FREMY
FULKUM 1834


 

Satellitenbild 

Maria Magdalena Fulkum
 

     
Dieses Bild zeigt die Kirche von der Straße                  Dies ist die Ansicht auf den Eingangsbereich
"Am Bahnsteig" aus gesehen.                                        von der Kirchstraße aus gesehen.

 

      
Hier sehen wir die Kirche aus südöstlicher                      Nun ein Blick auf den Glockenturm.
Richtung.

 

                         
Vor dem Eingang liegt das Kreuz                                    Die Eingangstür unserer Kirche.
im Pflaster.
 

   
Nach dem Betreten blicken wir auf das                Hier der Blick zurück auf die Orgel.
Innenleben mit Taufstein, Altar und Kanzel.         Die Orgel von 1866 stammt von dem Esenser  
                                                                         Orgelbauer Arnold Rohlfs, der auch die Orgel in
                                                                         der St. Magnus-Kirche baute.
 

 

             
Die beiden Kronleuchter stammen aus den Jahren 1696           Der Altar.
und 1996.

Das Altarbild zeigt den Gekreuzigten im Stil der Bauernmalerei. Zum Altargerät gehört eine Patene, 1698 gestiftet von Frerich Claesen, Habbe Folkerts, Behrent Eggen, Onno Siebeth, Dirk Behrens
 

                   
Der Taufstein.                                                    Die Taufkerze des Jahrs 2010.

Der älteste Gegenstand in der Kirche ist der schlichte Granit-Taufstein aus dem 11./12. Jahrhundert. Er hat wahrscheinlich schon in einer der ersten Vorgängerbauten aus Holz gestanden. Hinter der Taufe steht eine moderne Holzskulptur aus dem Jahr 2000. Sie setzt das Jesuswort „Lasst die Kinder zu mir kommen…“ in Szene.
 

                  
Die Kanzel.                                                         Unser Herr.


        
Die Opfertafel der Gefallenen des                       Die Opfertafel der Gefallenen des
ersten Weltkrieges.                                             zweiten Weltkrieges.

 

 

   
    Als "Spendendose" für den
    Förderverein "Fulkumer Kirche"
    fungiert diese Orgelpfeife.

Diese Bilderserie stammt aus dem Jahre 2010 und ist Eigentum von Herrn Jürgen Standfuß. Die Bilder können auch in höherer Auflösung von Ihm bezogen werden.
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Einmal im Monat treffen sich die Kinder zum Kindergottesdienst und die Senioren zum Gemeindenachmittag. Die Gemeinde lädt zweimal im Jahr
zu Gemeindefahrten ein.

Gottesdienste finden monatlich am Sonntag um 10.30 Uhr und an den hohen kirchlichen Festen,
Kindergottesdienst am 1. Mittwoch im Monat von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr statt.

Die Kirche ist „verlässlich“ geöffnet, in der Regel ganztägig. Andernfalls können sich Interessierte an die Küsterin wenden. Sie wohnt schräg gegenüber auf der anderen Seite der Hauptstraße.

Küsterin
Gretel Westerman-Schröder
Am Bahnsteig 14a
26427 Fulkum
Tel.: 0 49 71 - 46 54


Pastor
Thomas Arens
Bahnhofstraße 51
26427 Esens
Tel.: 0 49 71 - 35 53 oder 91 97 11
Fax: 0 49 71 - 94 92 22

 

Hier noch eine Auflistung von Pastoren, die für das Fulkumer Kirchspiel zuständig waren.

Foke 1475 lt. Glockeninschrift,
Leonhard 1560;
Johann Fontius 1586,
Helmerich Otto Beerhusen,
Johann Schröderus,
Berhardus Grevenius 1629
Johann Bodenstab 1654,
Ernestus Lyra von 1660 bis 1681,
Petrus Berhardi von 1686 bis 1711,
Schoof von 1712 bis 1718
J. F. Berhardi 1719 bis 1726
Menßen 1726 bis 1746
Hammerschmidt 1746 bis 1752
Hajen 1753 bis 1758
Leiner 1759 bis 1773,
Hattermann 1773 bis 1785,
Kriegsmann 1786 bis 1798,
Schaaf 1798 bis 1815,
Nordhausen 1816 bis 1821,
Detmers 1822 bis 1839,
Meppen 1840 bis 1852,
Bleske 1852 bis 1866,
Bracklo 1866 bis 1874,
Folkerts 1874 bis 1887,
Hasner 1885 bis 1910,
Meints 1910 bis 1919

 

 

 

 

 

 

 
 

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Stand: 23.03.17